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Grenzen sprengen durch Vertrauen und Gemeinschaft

  • Autorenbild: Katja Hasfeld
    Katja Hasfeld
  • 6. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Warum mentale Stärke nicht allein entsteht – und was eine ScissorKicks Challenge damit zu tun hat



Was Menschen für möglich halten, ist oft weniger eine Frage von Kraft als von Vertrauen. Vertrauen in den eigenen Körper. Vertrauen in den Prozess. Und – vielleicht am wichtigsten – Vertrauen in eine Gemeinschaft, die trägt, wenn es schwierig wird.


In den letzten Wochen habe ich zusammen mit wundervollen Menschen aus meiner Wim Hof Community ein Projekt neu gestartet, das genau diese Aspekte vereint: eine ScissorKicks Challenge: von 4min bis 1 Stunde. Was auf den ersten Blick wie eine einfache Core-Übung wirkt, ist in Wahrheit ein Erfahrungsraum für mentale Stärke, Selbstvertrauen und gemeinsames Wachstum.


Ich mache meine Scissor Kicks, morgens, bevor alle anderen aufgewacht sind.
Ich mache meine Scissor Kicks, morgens, bevor alle anderen aufgewacht sind.

Mehr als Training: Wenn Bewegung zur inneren Erfahrung wird



ScissorKicks – auch als Flutter Kicks bekannt – sind eine statische Halteübung für die Körpermitte. Sie fordern Kraft, Ausdauer und Koordination. Vor allem aber fordern sie den Kopf.


Denn wie bei vielen scheinbar simplen Übungen setzt die eigentliche Herausforderung nicht in den Muskeln an, sondern im Geist. Zweifel tauchen auf. Unbehagen. Der Impuls aufzuhören.


Genau hier beginnt das, was mich an solchen Challenges so fasziniert:

Was passiert, wenn wir bleiben? Wir beginnen, Grenzen zu sprengen.



Vertrauen statt Härte: Eine zentrale Erkenntnis aus der Wim-Hof-Methode



Durch meine Arbeit mit der Wim-Hof-Methode habe ich eine entscheidende Erfahrung gemacht: Fortschritt entsteht nicht durch Härte, sondern durch Vertrauen. Wenn Menschen lernen, ihrem Körper zuzuhören statt gegen ihn zu kämpfen, verändert sich etwas Grundlegendes.


Schmerzen verlieren ihre Schärfe.

Gedanken werden ruhiger.

Und plötzlich entsteht ein klares inneres Gefühl:

Ja – das kann ich.


Dieses Vertrauen ist trainierbar. Nicht durch extremes Training, sondern durch bewusste, wiederkehrende Erfahrungen, die zeigen: Ich halte mehr aus, als ich dachte.



Die Kraft der Gemeinschaft: Warum ich solche Herausforderungen nicht alleine mache



Ich könnte diese Challenge auch alleine durchführen. Doch genau das wäre am Ziel vorbei.


In Gruppen entsteht etwas, das Einzelarbeit nicht leisten kann: Resonanz. Wenn Menschen gemeinsam durch Herausforderungen gehen, verschieben sich Grenzen schneller – und nachhaltiger.


Was mich dabei immer wieder tief berührt, ist das Feedback der Teilnehmenden:

Menschen, die überrascht sind von sich selbst.

Die stolz sind, länger durchgehalten zu haben als je zuvor.

Die erkennen, dass ihre bisherigen Grenzen eher Annahmen als Tatsachen waren.


Diese Momente sind der eigentliche Kern solcher Projekte.



„Das könnte ich nie“ – und warum dieser Satz mich nachdenklich macht



Nach früheren Projekten – etwa einer zweistündigen Plank-Challenge – hörte ich oft Sätze wie:

„Oh mein Gott, das könnte ich nie.“


Was gut gemeint ist, fühlt sich für mich nie wie ein Kompliment an. Denn meine Absicht war nie, etwas zu zeigen, das andere nicht können. Im Gegenteil.


Ich wünsche mir, dass Menschen denken:

„Wenn sie das kann, dann kann ich das auch.“


Denn alles, was ich mir erarbeitet habe – ob körperlich oder mental – basiert nicht auf außergewöhnlichen Voraussetzungen, sondern auf konsequentem Vertrauen und Wiederholung.



Mentale Strategien: Visualisierung und kleine, feste Routinen



Zwei Werkzeuge haben sich dabei immer wieder als besonders wirksam erwiesen:



1. Visualisierung



Wenn es wirklich schwierig wird, verbinde ich den Moment mit einem größeren Ziel. Während früherer körperlicher Herausforderungen habe ich mir beispielsweise vorgestellt, wie ich den Gipfel des Kilimandscharo erreiche – Schritt für Schritt. Da war immer dieses Mantra in meinem Kopf: "Wenn ich das hier schaffe, dann erreiche ich auch den Gipfel des Kili." Das gibt so viel Kraft.



2. 'Non-Negotiables'



Bestimmte Übungen gehören für mich zu den nicht verhandelbaren Routinen meines Alltags. Nicht, weil ich streng mit mir bin, sondern weil ich weiß, wie gut sie mir tun. Oft reichen wenige Minuten pro Tag. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit.


Wenn etwas ein fester Bestandteil wird, verschwinden limitierende Gedanken. Dann gibt es kein „Vielleicht“ mehr – sondern Selbstverständlichkeit. Spiel einem das Leben dann ab und zu nicht gerade in die Karten und man macht seine Übungen mal nicht, dann ist das natürlich auch ok. Das ist menschlich.



Was möglich wird, wenn Menschen gemeinsam wachsen



Die Vision hinter der ScissorKicks Challenge ist einfach – und zugleich groß:

gemeinsam etwas zu erreichen, das allein kaum jemand für möglich hält.


Nicht aus Ehrgeiz.

Sondern aus Vertrauen.

Und aus der Erfahrung, dass Gemeinschaft ein Katalysator für persönliche Entwicklung ist.


Ob es am Ende eine Stunde ScissorKicks wird oder nicht, ist zweitrangig. Entscheidend ist, was unterwegs entsteht: Selbstvertrauen, mentale Stärke, Gemeinschaftsgefühl und das tiefe Wissen, dass Grenzen oft dort enden, wo wir beginnen, uns selbst zu glauben.



Vielleicht ist dieser Text für dich einfach eine Erinnerung daran,

dass in dir mehr möglich ist, als du gerade glaubst.


Du musst keine große Challenge starten.

Vielleicht probierst du heute einfach drei Minuten etwas,

von dem du dachtest, es sei „zu viel“.


Und wenn du spürst, dass du das nicht allein machen möchtest:

Diese Community-Challenge lebt von genau diesem gemeinsamen Gehen.

Schreib mir gern, wenn du Teil davon sein möchtest oder Fragen hast.




 
 
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